Grevenbrück. Als Dirk Leibe vor 15 Jahren sein kunststoffverarbeitendes Unternehmen „1A Leibe GmbH & Co. KG Kunststofftechnik“ als Ein-Mann-Betrieb startete, konnte er nicht ahnen, wie schnell sich seine Firma entwickeln würde.

Am samstag, 8. September, feierte der Geschäftsführer das Jubiläum mit seinen inzwischen 45 Angestellten mit einem Tag der offenen Tür und einem Festempfang mit 200 geladenen Gästen.

Es begann als Ein-Mann-Unternehmen mit drei Maschinen in einer Halle in Fretter. „Bei der Gründung meiner Firma wurde ich gefragt, wie ich mich in so einer Zeit selbstständig machen kann“, erinnert sich Dirk Leibe anlässlich des Jubiläums an die Anfänge zurück. Mitten in der Wirtschaftskrise mit fünf Millionen Arbeitslosen und den gerade erlassenen Hartz-Gesetzen wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit.

Doch Dirk Leibe hat es geschafft: nicht zuletzt dank Freunden, die an ihn glaubten und ihn unterstützten. Auch seine Ehefrau Anette stand ihm in der Anfangszeit bereits mit Rat und Tat zur Seite. Vor elf Jahren hat sie die kaufmännische Leitung des Unternehmens übernommen. Tochter Katharina ist seit zwei Jahren Assistentin der Geschäftsführung. „Wir sind ein richtiges Familienunternehmen“, erklärt Leibe.

 

 

Seit der Gründung setzt Dirk Leibe auf hochmoderne Kunststoffspritzgießautomaten. Da diese mit vollautomatischen Handling-Systemen ausgerüstet sind, war eine wirtschaftliche Fertigung als Ein-Mann-Betrieb überhaupt möglich. Schnell wuchs das Unternehmen heran und machte sich einen Namen als angesehener Spritzgießbetrieb, sodass die Räumlichkeiten in Fretter im Jahr 2006 ihre Grenzen erreicht hatten.

Ein neuer Standort wurde „An der Chemischen“ in Grevenbrück gefunden, wo innerhalb von sechs Monaten eine Industriehalle mit Büros und Sozialtrakt auf 4.000 qm entstand. Vor vier Jahren wurde die Lagerfläche noch einmal um 1.000 qm erweitert. Aus dem Ein-Mann-Betrieb entwickelte sich ein Unternehmen mit inzwischen 45 Angestellten.
Statt drei Maschinen stehen nun 22 moderne computergesteuerte Kunststoffspritzgießautomaten in der firmeneigenen Halle, die rund um die Uhr produzieren können. Dort entstehen neben eigenen Produkten für den Bereich Maniküre/ Pediküre und dem „Bottle Boy“, mit dem sich Flaschen ohne großen Kraftaufwand öffnen lassen, Kunststoffteile und Baugruppen für verschiedene Firmen aus den Branchen Automotive, Home & Kitchen, Elektronik, und Baumarkt. Dabei führt „Leibe Kunststofftechnik“ nicht nur aus, sondern entwickelt auch gemeinsam mit dem Kunden die Produkte von der Idee bis zur Serienreife.

Davon konnten sich die Besucher am Tag der offenen Tür zur Feier des Firmenjubiläums am 8. September ein eigenes Bild machen. Zahlreiche Gäste nutzten die Chance, sich den Betrieb genau anzusehen, durch den Gründer und Geschäftsführer Dirk Leibe selbst führte.

 

 

Abends feierte Dirk Leibe gemeinsam mit Freunden, Familienmitgliedern, Angestellten, Kunden, Lieferanten, Dienstleistern und Firmennachbarn das 15-jährige Jubiläum. Bei Live-Musik des Akustik-Duos „Voice 2 Voice“ aus Bayern und Burgern aus dem Foodtruck „Meat + Great“ genossen die 200 Gäste den Abend. Auch Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt nutzte das Jubiläum für einen Besuch. Er beglückwünschte Leibe zu dem mutigen Schritt in die Selbstständigkeit und wünschte dem Unternehmen alles Gute für die Zukunft.

Der Landtagsabgeordnete Jochen Ritter, der ebenfalls seine Glückwünsche überbrachte, konnte sich noch genau an die Anfänge der Firma erinnern: „Ich weiß noch, dass ich damals gedacht habe: Was für ein Teufelskerl - wie macht er das nur? Ich selbst habe nie den Schritt mit eigenen Ideen in das Risiko gewagt und bewundere umso sehr diejenigen, die es wagen und schaffen“.
Dass Leibe Kunststofftechnik weiterhin auf Erfolgskurs bleibt, dafür sorgt Dirk Leibe selbst, denn bei ihm ist Qualität Chefsache. Noch in diesem Jahr soll der Maschinenpark um eine weitere 500 Tonnen-Maschine erweitert werden. „Wer Erfolg will, muss immer zwei Schritte voraus denken. Was einfach klingt, ist das Ergebnis einer konsequenten Strategie und einer ständigen Verbesserung sämtlicher Prozesse“, so Dirk Leibe.

Daraus resultierend sieht er noch viele Jahre auf seinen Betrieb zukommen: „Ob 15 Jahre nun lang oder kurz sind, liegt im Auge des Betrachters. Angesichts großer Unternehmen mit langer Geschichte, sind wir gerade mal in der Pubertät. Denkt man hingegen an Firmen der „New Economy“, die kommen und gehen, sind wir hingegen schon Dinosaurier. Und das ist doch nicht schlecht, immerhin sind die Dinos ganz schön alt geworden“.

 

Ein Artikel von Ina Hoffmann

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